…hat mich extrem nachhaltig beeindruckt! Genügsam, charakterstark, in gewisser Weise stur: Ob die edle Linse kargen oder fetten, fruchtbaren Boden um die Wurzeln hat, immer brütet sie dieselbe Menge an Früchten aus. Aber ganz von vorne:

ES WAR EINMAL…

… 1998, in den Langen Bergen, dass Thomas Wank, Schafzüchter, eine Herausforderung der besonders spannenden Art annahm.

Die Vögel waren dran schuld. Oder, genauer, der Landesbund für Vogelschutz. Der erwarb in den Langen Bergen viele Hektar der vorherrschenden Magerflächen mit verbuschten Bereichen und Muschelkalkboden. Der Bund fand Thomas mit seinen Schafen, die die Flächen vor der weiteren Verbuschung schützen sollten. Ausserdem sollten alte Getreidesorten, Ur-Früchte und Leguminosen, wie die Schwarze Linse, angebaut werden.

Weil diese nicht intensiv und mit einer Stützfrucht angebaut werden müssen, wachsen dazwischen auf den Feldern Wildkräuter. Das war der Plan, denn diese ernähren vielfältige Vogelarten.

DAMIT GING’S LOS. UND ZWAR SO LANGSAM, DASS DIE ERSCHAFFUNG DER WELT IN 7 TAGEN DAGEGEN WIE EIN KINDERSPIEL ERSCHEINT!

Thomas begann mit genau einer Handvoll Saatgut in einem abgezirkelten Feldbereich. Diese allerersten Linsen bekam er von einem Freund, der sie bei der Samenbank IPK in Gatersleben erwerben konnte. Es handelte sich um eine besondere Linse, Akzessionsname: Schwarze Linse LENS 104 (lens culinaris Medik).

Die paar Linschen mit der unromantischen Nummer im Namen wuchsen brav und ergaben im 1. Jahr 2! Handvoll Linsen. Zwars wärs spannend gewesen, raus zu finden, wie sie schmecken. Thomas disziplinierte sich und säte im 2. Jahr Linse für Linse wieder aus.

Wenn er begeistert von seinem Experiment erzählte, hörte er nicht nur einmal: „Schwarze Linsen, ach Gott, wer will das denn essen?!“

Im 3. Jahr blieb so viel übrig, dass er probieren konnte. Lohn der Arbeit: Er stellte bei den kleinen, feinen Linsen einen edelnussigen Geschmack fest, ein bisschen an geröstete Maronen erinnernd. Beim Kochen behält diese Schwarze Linse eher ihre Farbe und Form als gewöhnliche, die Französin Le Puy oder rote Linsen.

Mit dem Rezept „SCHWARZE LINSEN LINSENSUPPE“ sofort nachprüfbar:

Zum Rezept

Diese Linse ist übrigens nicht nur besonders lecker, auch als Beilage, sondern ein wunderbar gesundes Lebensmittel. Sie ist fettarm, hurra!, reich an Ballaststoffen und Eiweiss. Nicht zu vergessen, ihren hohen Anteil an Vitamin B1 und sie enthält zudem reichlich Phosphor, Eisen, Magnesium und Zink.

GEBÜNDELTE MAN-POWER

Während dieser Zeit traf Thomas nach 35 Jahren seinen liebsten Jugendfreund Gerd Jugenheimer wieder. Während sie zu gestandenen, erfahrenen Männern wurden, hatten sie sich aus den Augen verloren.

Jetzt merkten sie, überrascht und glücklich, dass sie unabhängig voneinander zu übereinstimmenden Schlüssen gereift waren: Felder sollten möglichst umweltschonend und nach biologischen Prinzipien bewirtschaftet werden. Mit Gerds Sohn, Robin, schon von klein auf mit der Nase im väterlichen Landbau, taten sie sich zur Verfolgung des Linsenprojekts zusammen. Robin schloss den Zirkel, mit dem Linsenfieber steckte er seinen ehemaligen liebsten Klassenkameraden Jan Truckenbrodt an. Das formierte endgültig das 4-er Team aus gebündelter man-power, das die Linsen bereits verkaufen konnte.

Von links: Thomas Wank, Gerd Jugenheimer, Jan Truckenbrodt und Robin Jugenheimer. 2018 entschieden sie, sich zusammen zu schliessen und dem Projekt einen konkreten Rahmen und Namen zu geben. Dafür gründeten sie am 1.1.2020 die GbR „Bio der Langen Berge“.

Die klare Absicht dabei war, den Linsenverkauf zu erhöhen und weitere Projekte auf die Hörner zu nehmen. Bis heute bleiben die Jungs zäh dran. Insgesamt brauchte es 20 Jahre Geduld und Kontinuität mit einem solch aufwendigen Knochenarbeits-Projekt in und mit der Natur, auf dem Feld.

Robin, Gerd und „Ludo“ beraten, wann das restliche Feld abgeerntet wird. Bei genauem Hinschauen sehen wir im Haferfeld die grünen Linsenpflanzen. Der Hafer ist die Stützfrucht für unser bescheidenes und so tolles Linschen!

OHNE AUFWENDIGE TECHNIK VOR ORT KOMMT NIX AUF DEN TELLER ODER IN DIE SUPPE

Auf der Hand sticht erstmal die schöne Schwarze heraus, dann sieht man winzig gelb, Leindotter, mit seinem Samenstand, Hafer-Spelzen und -Körner.

Alles hervorragend, denke ich, überlege aber gar nicht, dass ich ja nur die Linsen essen möchte und da wird’s jetzt so richtig schwierig. Nämlich bei der Trennung der verschiedenen Früchte. Es wird so schwierig, dass ich da lieber ein anderes Mal darüber berichte, wie die Jungs auch das noch meistern.

Die Truppe in den Langen Bergen werde ich sowieso weiter begleiten und von weiteren Fortschritten berichten.

Denn die haben grosse Zukunfts Pläne, z.B. experimentieren sie mit Mohn, Leindotter und mehr. Oh, ich sehe sofort Mohnkuchen mit Rosinen und dünnem Boden vor mir! Dabei ist die Mohnqualität sehr wichtig! Das Wunderbare dabei, alles das ist sau-gesund und lecker!

DAS PERFEKTE WANDERGEBIET, DIE LANGEN BERGE

Bei der Fahrt mit Gerd und Robin vom Feld auf ihren Hof, kommen wir durch die zauberhafte Landschaft der Langen Berge, die sich hervorragend für Ausflüge eignet! Immer wieder fabelhafte Ausblicke in kleine Täler oder über die Langen Berge hinweg. Ganz leicht finde ich, sogar trotz meiner hohen Anssprüche daran, Picknick-Plätze, wie ich sie liebe. Hinter mir ein Waldrand, Blick in die Weite und vor mir was Leckeres zu essen, glücklicher geht’s nicht. Wandern geht hier genauso gut per Motorrad.

DIE LINSE IM EIGENEN GARTEN ODER AUF DEM EIGENEN TELLER!

Übrigens, diese „Schwarze Linse“ LENS 104 (lens culinaris Medik) kann jeder, sollte er eine ähliche Ausdauer haben, wie diese 4 Männer, als Saatgut kaufen. Beim IPK Gadersleben.

Wer die Linse gerne schneller auf dem eigenen Teller haben möchte, kann sie bestellen: mir unten im Feld „Kommentare“ kurz schreiben, seine e-mail Adresse schicken, die ausschliesslich ich sehe. Ich schreibe zurück und schicke gegen Vorauskasse gerne die Linsen und mehr.

Tolles Geschenk für den fränkischen Weihnachts- oder Sylvesterbrauch, der leicht zu übernehmen ist: Heilig Abend mittags und am Sylvester Tag mittags, gibts Linsen. Alle müssen alle Linsen sorgfältig aufessen. Dann wird im kommenden Jahr das Einkommen nicht mal um den Mini-Wert einer Linse geschmälert!

Gerne packe ich die LINSEN, den WALNUSS-ESSIG und das SUPPENGEWÜRZ als Geschenkpaket zusammen.

Noch etwas umständlich, aber der online.SHOP kommt. Gut Ding will Weile haben.

Auf meinem BLOG hier geht’s weiter mit mehr gesunden Leckereien, Rezepten dazu und anderen netten Dingen des Lebens. Auf ein Nächstes!

Bleibt alle gesund und munter und esst eure Schwarzen Linsen auf!




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